Die Familienküche par excellence

Fangen wir von vorne an: Was bedeutet Familie im Sinne einer Küche? Wir als Küchenexperten definieren eine Familienküche: alles ab 3 Personen. Bei der Planung von Familienküchen gilt es auf Ergonomie und ausreichend Stauraum zu achten. Sind Kleinkinder im Haus, dann kommt zusätzlich dem Thema Sicherheit eine ganz besondere Bedeutung zu.


Wie wird eine Familienküche geplant?

Egal, ob Familienküchen, Singleküchen oder Landhausküchen: Eine sorgfältige Küchenplanung ist wichtig, damit Sie mit dem Ergebnis später vollauf zufrieden sind. Bei der Planung von Familienküchen spielen die Größe und der Grundriss des Raumes eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt, dass offene Küchen sich besonders gut für Familien eignen. Eine offene Küche fördert nicht nur Nähe und Kommunikation, sondern erlaubt Ihnen auch, Ihre Kinder im Blick zu behalten, während Sie Ihre Kochbücher nach einem neuen Rezept durchforsten und das Essen zubereiten. Wer keinen großen, offenen Raum zur Verfügung hat, kann auf eine zweizeilige Küche ausweichen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass ein Mindestabstand von 1,20 Meter eingehalten wird, sodass ein bequemer Zugang zu allen Schränken gewährleistet ist. Grundsätzlich gilt, dass Küchen der neuen Generation immer individuell zugeschnitten werden und sich dadurch an jede noch so beengte Raumsituation anpassen lassen.

Große Küche für kleine Leute

Die Familienküche mit Kleinkindern. Wie soll man sie gestalten? Was macht Kindern Freude in einer Küche? Wir sagen Ihnen, wie Sie Mädchen und Jungen sicher in der Küche, beim Kochen und Backen integrieren können.
 

Mittendrin, anstatt nur dabei

Die Großen imitieren, staubiges Mehl an den Fingerspitzen spüren, das erste Ei erfolgreich selbst aufschlagen - mittendrin, anstatt nur dabei sein, das wollen Kinder in der Küche. Daher gilt: Auch Kleinkinder unbedingt mitmachen lassen. Nebenbei schult Kinderkochen die Feinmotorik, die Geschmacksnerven und die Kleinen kriegen ein gesundes Verhältnis zu Lebensmitteln und ihrer Zubereitung.
 

Die Kinderküche

Also eine Küche in der Küche. Wenn Sie genug Platz haben, empfiehlt sich eine Spielküche in Ihrem Küchenraum. Dort kann Ihr Kind oder Ihre Kinder gegen Sie um die Wette kochen!

Auf gleicher Ebene

Planen Sie eine Kinderebene ein. Hier kann nach Herzenslust – aber natürlich unter Aufsicht der Erwachsenen - gerührt, geknetet und später auch geschnippelt werden. Ganz ohne Absturzgefahr. Und später, wenn die Kids groß sind? Dann verwandelt sich die Kinderecke mit wenigen Handgriffen in ein gemütliches Sitzpodest.
 

Das eigene Fach oder die eigene Schublade

Planen Sie doch einfach eine Schublade in der unteren Reihe für Ihr Kind ein. Hier darf sie oder er seine „Kochsachen“ unterbringen. Und die muss dann auch nicht geschützt sein. Das macht stolz wie Bolle! Und unsere Küchenplaner finden schon noch genug Platz für Ihre Utensilien.
 

„Lerntürme“ für Kinder

Weil ein Hocker oder Stuhl für unter Dreijährige noch ein nicht zu unterschätzendes Absturzrisiko beinhaltet, gibt es mittlerweile sogenannte Lerntürme, auf deren Plattform Kleinkinder sicher stehen, da sie von allen Seiten durch ein umlaufendes Geländer am Kippen gehindert werden.

So können Sie Ihre Küche kindersicher machen

In Familienküchen hat Sicherheit oberste Priorität! Die Sicherheit in Küchen lässt sich meist schon durch einfache Maßnahmen gewährleisten. Mit einem Herdschutzgitter verhindern Eltern etwa, dass Ihre Kinder in einem unbeaufsichtigten Augenblick die heißen Kochtöpfe vom Herd herunterziehen und sich schmerzhafte Verbrühungen zuziehen. Solch ein Herdschutzgitter ist nicht sehr teuer und lässt sich einfach montieren. Je nach Ausführung, verfügt das Schutzgitter auch über eine Schalterabdeckung, sodass die lieben Kleinen nicht mit den Knöpfen spielen und den Herd unbemerkt einschalten können.

In Küchen sollte der Putzmittelschrank speziell gesichert sein. Dank eines Schrankriegels haben kleine Entdecker keine Chance, an die gefährlichen Flüssigkeiten zu gelangen. Mitunter kann es auch sinnvoll sein, einem Schließmechanismus für den Kühlschrank zu planen. Mit einem Kühlschrankriegel lässt sich nämlich ausschließen, dass sich Ihre Kinder ungewollt an Inhalten bedienen, die für sie gefährlich werden könnten. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass Schubladen in Küchen gegen Herausfallen gesichert sind.
Zudem sollten Sie (das gilt für den Rest des Hauses übrigens auch) mit Steckdosensicherungen arbeiten, um Unfälle mit elektrischem Strom auszuschließen. Übrigens: Viele Küchengeräte sind bereits ab Werk kindersicher. So zum Beispiel energieeffiziente Induktionskochfelder, die nur dann Wärme entwickeln, wenn ein Topf oder eine Pfanne auf dem Herd steht. Außerdem schalten sie sich von alleine ab, wenn sie nicht genutzt werden. Diverse Hersteller haben auch Backöfen im Programm, deren Tür, dank einer mehrlagigen Glasscheibe, selbst bei längerem Betrieb nicht heiß wird.

Noch ein wichtiger Tipp für die Sicherheit in Küchen: Fritteusen, Wasserkocher und Bügeleisen gehören inklusive der Stromkabel außer Reichweite flinker Kinderhände.