Küchengeräte im Überblick – wer kann was?

Ja, ja – wir kennen es alle! Das geflügelte Wort „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ ist nicht umsonst zum geflügelten Wort geworden. In so gut wie allen Lebenslagen ist es doch eine passende Beschreibung für einen Sachverhalt, der aufgrund einer eigentlich sinnlosen Überauswahl zum eigentlich sinnlosen und hanebüchen-komplexen Unterfangen geworden ist. Schade, eigentlich!

Nicht verwunderlich ist es hierbei, dass ein Großteil der unübersichtlichen Situationen mit den passenden Tipps, Tricks und Kniffen herrlich unkompliziert wären. Der Konjunktiv, so spricht zumindest ein weiteres geflügeltes Wort, ist bekanntlich der Feind des Gewinnens und so machen wir uns auf und machen es Ihnen einfach, sehr einfach um genau zu sein! Unser smarter, feiner und richtig-wichtiger Überblick in Sachen Elektro-Geräte in der Küche!
 

Die Küche und die Geräte - eine Liebesgeschichte!


Die Küche war schon in der Antike ein ganz besonderer Ort. Bei den alten Griechen war der Herdfeuer-Friede ein unwiderrufliches Gesetz und so ist es auch nicht verwunderlich, dass dem Herdfeuer gar eine eigene Göttin geweiht war.

Was früher das Herdfeuer ist heute ein erfrischend unterschiedliches Potpourri auf verschiedenen Elektrogeräten, die alle einer anderen Aufgabe frönen. Vom Klassiker, der von der kleinen Single-Küche bis zur Großraum-Küche nicht fehlen darf, bis zur High-End-Luxus-Küchenmaschine, es gibt sie, die Auswahl, die jedem Koch mit Herzblut die Freudentränen in die Augen treiben. Wir werfen einen Blick auf die gängigsten Elektrogeräte und verraten Ihnen, was es bei den jeweiligen Werkzeugen zu beachten gibt! Vorhang auf für unseren Überblick rund um die Küchengeräte von Welt! Auf, auf, hier gibt es einiges zu entdecken!
 

Dampfgarer

„Willkommen in der Zukunft!“, mit diesen blumigen Worten lässt sich das sagenhafte Elektro-Gerät beschreiben. Die Idee mit Dampf zu kochen ist nicht neu. In der asiatischen Küche sind kleine Bambus-Dampfgarer seit vielen Jahren verwurzelt, das Einbaugerät „Dampfgarer“ ist in unseren Gefilden jedoch noch relativ neu.

Das Prinzip hinter diesem Gerät ist herrlich einfach. Ein integrierter Tank bzw. ein fixer Wasseranschluss versorgt das Gerät mit (gefiltertem) Wasser, welches durch effiziente und moderne Heizkreisläufe in 100° heißen Wasserdampf verwandelt wird. Die aktuelle Generation an Geräten verfügt über eine Vielzahl an „out-of-the-box-Programmen“, so dass das Kochen mit dem Dampfgarer zum Kinderspiel wird.

Zutat aus dem Drop-Down-Menü gewählt, Wasser eingefüllt und schon geht sie los, die wilde Fahrt! Die Steuerung erfolgt bei den meisten Geräten über ein modernes LCD-Display via einfacher Menu-Führung. Der Vorteil liegt auf der Hand: es müssen keine telefonbuchdicken Bedienungsanleitungen mehr verschlungen werden, um eine handvoll Reis zu dämpfen!

Moderne Kombigeräte vereinen unterschiedliche Typen von Elektro-Geräten und machen aus einem Einbaugerät unterschiedlichste Anwendungsbereiche! Dampfgarer und Backofen in einem Gerät ermöglichen Hobbyköchen und Geschmacksmeistern himmlische Arbeitsbedingungen. Mit Dampf garen und später mit direkter Grillhitze für Röstaromen sorgen? Kein Problem!

Wer gerne besonders effizient kochen möchte kombiniert Dampf und Heißluft. Ganz egal ob Dampfgarer oder Dampfbackofen, die Vorteile dieser modernen Elektrogeräte in wenigen Worten zusammengefasst:
 
  • Lebensmittel werden schonend und energieeffizient zubereitet
  • Ermöglicht eine gesunde und vitaminreiche Zubereitung
  • Mehrere Gerichte können gleichzeitig zubereitet werden
  • Einfache und unkomplizierte Handhabung

Backofen

Er ist wohl der Klassiker unter den Elektro-Geräten – der Backofen. Hat er es zumindest in Bayern sogar in den Wortschatz an sinnschwangeren Lebensweisheiten geschafft! Mit dem „Ofenrohr ins Gebirge“ ist nicht umsonst Teil des aktiven Wortschatzes eines jeden Bayers.

Der Backofen ist der Tausendsassa unter den Elektro-Geräten. Von der Weihnachtsgans bis zur Rohrnudel kümmert sich das Heiztalent um jede Speise. Streng genommen ist der Backofen nur ein Teil des Dynamischen Duos! Bis vor kurzem waren Backofen und Kochfeld eine untrennbare Einheit! In Zeiten von eigenständigen Kochfeldern ist diese Zweckehe doch auch ab und zu getrennt.

Auch wenn es die seltene Subgattung des Single-Backofens immer noch gibt, das Standardmaß in Sachen Einbaubackofen liegt bei rund 55 Litern (Einbaumaß ist hierbei 60 cm Höhe und 59 cm Breite).

In Sachen Heizarten ist die Betriebsartenliste bei modernen Backöfen lang und ausgiebig! Von den Klassikern „Umluft“ und „Heißluft“ geht es weiter über „Ober- und Unterhitze“. Besonders interessant wird es spätestens bei der „Pizzastufe“ der „Auftau-Funktion“ oder dem „Umluft-Grill“. Von knusprig bis effizient beherrscht ein moderner Backofen die Klaviatur der zeitgemäßen Zubereitungsarten. Vor allem fertige „Hitzeprogramme“ (auch Automatikprogramme genannt) machen das Kochen, Garen und Backen zum einfachen Unterfangen. Dank einer pfiffigen Speicherfunktion lassen sich die Lieblingsrezepte punktgenau hinterlegen.

Der Backofen ist zwar für viele ein Standardgerät ohne viel Bohei, mit hippen Zusatz-Features wird dieser aber zum absoluten Star unter den Küchengeräten!
 

 

Kochfelder

Das Zentrum der Küche ist seit jeher das Kochfeld. Hier türmen sich Töpfe, Pfannen und Kasserollen. Hier passiert die Magie des Kochens und hier werden aus einfachen Zutaten wahre Geschmacksexplosionen.

Was früher mit Holz oder Kohle befeuert wurde (alte Schamottöfen sind inzwischen wahre Sammlerstücke), wird heute auf unterschiedliche Art heiß! Doch ganz egal ob Ceran, Gas oder Induktion – das Zentrum unseres kulinarischen Raums bleibt das Kochfeld.

Jedes „Triebwerk“ hat seine Daseinsberechtigung! Wir fassen kurz zusammen, was die unterschiedlichen Kochfeldarten so besonders macht.
 

Induktion

Das Induktionskochfeld ist ein wahres Energiesparwunder. Sage und schreibe die Hälfte an Energie lässt sich mit dem Kochfeld der Zukunft einsparen! Ein weiterer Vorteil des Induktionskochfelds: die Oberfläche der Herdplatte wird nicht erhitzt! Lediglich die darauf platzierten Pfannen und Töpfe legen an Temperatur zu. Die Grundlage dieses Heizprinzips ist ein spezielles Magnetfeld, welches energieeffizient Hitze erzeugt. Um auf einem Induktionsherd zu kochen, benötigt man passende Töpfe und Pfannen.
Köche mit Herzschrittmachern sollten sich vor der Anschaffung eines Induktionsherdes zwingend informieren!

 

Gas

Der Gasherd ist der Klassiker unter den Kochfeldern. Generationen von Köchen wurden an den Gasfeuern von Novizen zu wahren Geschmacksmeistern und nicht wenige erinnern sich noch an die ersten verbrannten Finger während der eigenen Ausbildung.

Mit Gas kochen heißt auf echtem Feuer kochen! Die Hitzesteuerung und Dynamik des Kochens ist aufgrund der Reaktionszeit beinahe legendär und das Gefühl auf offenem Feuer zu kochen etwas besonders. Vor allem Kochnovizen benötigen eine gehörige Eingewöhnungsphase für die Arbeit auf dem Gasherd.

In Sachen Energieeffizient ist Gas relativ günstig. Im Vergleich zum Elektroherd ist der Gasherd sehr kosteneffizient. Nur 30 % an Energiekosten fallen im Vergleich zum E-Herd an.
 

Cerankochfeld

Das Cerankochfeld ist gegenwärtig noch das häufigste Kochfeld des Landes. Günstig in der Anschaffung, sparsam im Verbrauch und dank der glatten Oberfläche auch einfach zu reinigen. Im Vergleich zu modernen Induktionskochfeldern ist Ceran uneffizient und bei der Ceranvariante herrscht akute Verbrennungsgefahr, da bei dieser Herdart die Oberfläche der Platten erhitzt wird.
 

Wärmeschublade



Den meisten Köchen wurde diese Erfahrung bereits zuteil. Man müht sich Stunde um Stunde für seine Gäste ab, verarbeitet feinste Zutaten zu bezaubernden Kreationen, reiht Handgriff an Handgriff und erntet nach dem Servieren befremdliche Blicke. Das Essen ist alles andere als warm. Ein Teil der Aromen hat sich bereits verabschiedet und die Konsistenz der Sauce hat sich zu Tische auch verändert.

Heiße Speisen auf kalten Tellern ist eine miserable Kombination. Die Wärmeschublade schafft hierbei Abhilfe. Nie wieder kaltes Geschirr ist das Motto der Küchenzukunft. Teller vorheizen, anrichten und mit ein wenig Dekor veredeln – fertig ist der Teller, der jedem Gast ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Köche mit Fleischeslust sollten dringendst über eine Wärmeschublade nachdenken! Moderne Geräte können als Sous-Vide-Garer verwendet werden!
Rund 90 Grad reichen vollkommen aus, um das perfekte Steak auf den Tisch zu bringen!
Unter Wärmeschubladen-Nutzern ist die Aussage „das wichtigste Gerät in meiner Küche“ nicht gerade selten!

Weinschrank

Auch wenn eine kleine Spende ins Phrasensparschwein fällig wird, „in vino veritas“. Für viele Köche und Gastgeber ist es eine unabänderliche Wahrheit, dass gutes Essen und guter Wein eine untrennbare Symbiose eingegangen sind.

Wer gerne ist, der isst gerne und wer gerne isst, der genießt eben auch die Frucht der Reben! Der Weinschrank oder Weinkühlschrank erleichtert die kurzzeitige Lagerung und Vorbereitung gewisser Jahrgänge für die Degustation zu Tische.

Dank unterschiedlicher Klimazonen lassen sich sowohl Weiß- als auch Rotwein auf die Temperatur bringen und so auch einen Tag länger lagern.

Den eigenen Weinkeller soll dieses Einbaugerät gar nicht ersetzen. Im Vordergrund steht beim Weinkühler die kurzzeitige Lagerung der edlen Tropfen.